Wird Kreuzbergs Herz durchstoßen?
Der Streit um die gechillte Partyatmosphäre auf der Admiralsbrücke in X-Berg geht in eine neue Runde. Drohen der multikulturellen Bevölkerung bald strafrechtliche Folgen?
Mittags sieht man die ersten vereinzelten Sonnenanbeter, die auf der Kulturbrücke mit den Äuglein blinzeln und entspannt das erste Bierchen schlürfen. Wenn dann aber die Dämmerung einbricht, nimmt die Anzahl der Feiernden mit dem Rhythmus der Uhrzeiger im Minutentakt zu. Gegen Mitternacht tummeln sich so Tausende mit dem Ziel keinen Fleck der Admiralsbrücke unbesetzt zu lassen, echte Freunde aus aller Welt zu treffen und kostengünstig lustig machende Getränke zu sich zu nehmen. Die negativen Begleiterscheinungen solcher einzigartigen Weltzusammenführungsorte sind allein die unangenehme Lautstärke, durchaus als Belästigung der Anwohner zu betrachten. Deshalb will die Polizei auch im nächsten Jahr die Feiern im Freien auf der Admiralsbrücke unterbinden. Schon jetzt kann man Schilder mit Verboten und Vorschriften entdecken, wohl der Anfang vom Ende der schönsten Sommernächte in Kreuzberg.


